Jens Willers Dubais Öko-Siedlung "Sustainable City"

Jens Willers: Dubais Öko-Siedlung “Sustainable City”

Jens Willers sieht in dem Pilotprojekt „Sustainable City“ einen Meilenstein für das zukünftig nachhaltige Dubai. Die 5 Millionen Quadratkilometer große Siedlung, die Teil der Energiestrategie 2050 ist, gewinnt ihre Energie zu 100% aus regenerativen Energien und kann dank ihrer besonderen Bauweise den Wasser- und Energieverbrauch bei einer gleichzeitigen Erhöhung der Lebensqualität minimieren. Des Weiteren wird die Nachhaltigkeit als Gemeinschaftswert in der Gesellschaft etabliert, merkt Jens Willers an. Hierzu tragen Veranstaltungen wie beispielsweise zum Weltwassertag, der Erdstunde, dem Tag der Erde, der Nachhaltigkeitsmarkt mit Bio-Produkten oder auch der Road Trip für Elektrofahrzeuge bei, fügt Willers hinzu.

Jens Willers erklärt, dass das Modell der Sustainable City auf drei Stützpfeilern beruht:

  • Umwelt
  • Soziales
  • Wirtschaft

Jens Willers: Umwelt – Selbst gesetztes Ziel und die des Pariser Klimaabkommens erreichen

Jens Willers informiert, dass Dubai mit dem Stützpfeiler Umwelt zum einem die Ziele des Pariser Klimaabkommen erreichen will und zum anderen das von Dubai selbst gesetzte Ziel bis zum Jahre 2050 50% des Energieverbrauchs aus regenerativen Energiequellen zu gewinnen. Dieses Ziel ist Teil von Dubais Energiestrategie 2050 und der Grund für das Vorreiter-Pilotenprojekt Sustainable City, erklärt Willers. In der Öko-Stadt wird daneben auch streng auf die Mülltrennung und das Vermeiden von Plastik (z.B. in Form von Tüten, Strohhalmen) geachtet. So konnte im Jahr 2020 in der Sustainable City bereits nahezu 90% des Plastikmülls vermieden werden, merkt Jens Willers an.

Jens Willers: Soziales – Nachhaltigkeit als Gemeinschaft leben

Jens Willers betont, dass das wirklich bemerkenswerte an der Öko-Stadt die Implementierung der Nachhaltigkeit in der Gesellschaft selbst ist. Dies geschieht zum Beispiel durch soziale Freizeitangebote wie Gartenkurse, gemeinsame Laufgruppen, Roadtrips für E-Autos und/oder Vortragsreihen über das Thema Nachhaltigkeit. Des Weiteren bietet die Sustainable City eine Vielzahl an öffentlichen Einrichtungen wie Spielplätzen, (Erholungs-)Parks, Fitnessareale, Rad- und Laufstrecken, lässt Willers wissen. So leben die Bewohner wann immer es ihnen möglich ist in einem sozialen und kommunikativen Umfeld. Auch das Thema der gesunden Ernährung vereint die Bürger. Um dies zu fördern verfügt die Sustainable City über eine Fläche von 3000 Quadratmeter für den Gemüseanbau, die sich auf elf Gewächshäuser verteilen. Positiver Nebeneffekt ist der Wirtschaftsfaktor, ergänzt Jens Willers.

Jesn Willers: Wirtschaft – Bewohner haben was sie brauchen

Interessant ist für Jens Willers die Umsetzung des dritten und letzten Stützpfeilers, die Wirtschaft, die sich neben dem Eigenanbau der Lebensmittel sehr deutlich in den weiteren Lebenserhaltungskosten zeigt. Durch die ressourcenschonende Bauweise der Gebäude werden bis zu 60% an Wasser- und Stromkosten eingespart. Außerdem können viele Bewohner von Dezember bis Februar auf Grund der Solarpanelen auf den Dächern ihren Stromverbrauch gänzlich decken. Die nahgelegenen Angebote an Freizeitmöglichkeiten, nahen Einzelhändlern und Schulen reduzieren das Autofahren und schonen so ebenfalls den Geldbeutel und die Umweltbelastung, resümiert Jens Willers.